Neues Album: »Hier und Jetzt« ab 29.09.2017

Slime sind wieder da und wir brauchen sie dringender als je zuvor: „Hier und jetzt“, das erste Slime-Album mit neuen Liedern seit 1994, ist ein mitreißendes Dokument zur Zeit und auch musikalisch das bislang beste Album der Punklegenden. Keine Nostalgie, nichts klingt altbacken – der Titel ist weit mehr als nur Symbolik.

Natürlich würde die Gruppe Slime gerne auch mal darüber singen, wie schön das Leben in einer freien und solidarischen Gesellschaft ist, wo sich alle immer nur lieb haben. Allein: Die Verhältnisse geben das nicht her. Und so gibt es auch auf „Hier und jetzt“ keine schönen Liebes-, Sauf-, und Fußballlieder, sondern es geht um neue und alte Nazis, Biedermänner und Brandstifter, Entsolidarisierung in neoliberalen Zeiten und um Gentrifizierung. Es ist also alles wie immer – und doch ganz anders.

„Zum Beispiel sind thematisch durchaus einige Dinge hinzugekommen“, sagt Slime-Gitarrist Christian Mevs. „Als großes Problem betrachten wir die Hinwendung zum totalen Individualismus, dieser extreme Narzissmus, zum Beispiel in den sozialen Medien, bedroht die Freiheit, weil damit eine Entsolidarisierung einhergeht.“ „Früher hat man sich gegen die Volkszählung aufgelehnt“, ergänzt Slime-Sänger Dirk „Dicken“ Jora. „Heute geben die Leute ihre Daten ganz von selbst preis. Man macht sogar seine Bankgeschäfte selbst und zahlt dafür auch noch, und kaum einer scheint sich daran zu stören.“ Eine Entwicklung, die, so Michael „Elf“ Meyer „die hemmungslose Ausbreitung des Turbokapitalismus maximal begünstigt.“

Interviews:

Wir haben schon immer Protestsongs gemacht

Bizarre Entwicklungen

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